Aufs richtige Rind gesetzt

Der Hof von Bauer Otto Langenegger ist ein Bio-Weide-Beef-Betrieb der ersten Stunde.
Ein Besuch in Wuppenau TG zeigt: Vom Label profitieren alle – Tiere, Bauern und Konsumenten.

«Da draussen ist der Laufhof», sagt der Biobauer, während er ins Freie tritt.  «Momentan sind die meisten Tiere hier.» Doch bald wird er unterbrochen; eine Mutterkuh löst sich aus der Herde und drückt sich an ihm vorbei in den Futtergang des Stalls. Es kostet den 62-Jährigen einiges an Überzeugungsarbeit, die dunkelbraune Kuh zur Umkehr zu bewegen. Schliesslich macht sie kehrt und springt mit einem eleganten Satz wieder hinaus. «Sie ist eben eine ‹Gwundrige›», sagt Langenegger mit einem Schmunzeln.

Jeden Tag nach draussen

Fehlender Auslauf ist jedenfalls nicht der Grund für den versuchten «Ausbruch». Wie alle Bio-Weide-Rinder werden auch die Tiere von Otto Langenegger von Frühling bis Herbst auf der Weide gehalten; im Winter sind sie im tierfreundlichen Stall und können jederzeit nach draussen in den Laufhof. «An vielen Tagen sind sie rund um die Uhr auf der Weide», sagt der Landwirt.

Auf Weidemast umgestellt

Otto Langenegger ist fast von Beginn an Teil des Bio-Weide-Beef-Programms, das um die Jahrtausendwende von der Migros Ostschweiz mitbegründet wurde. Nach 17 Jahren Milchwirtschaft beschloss er, auf Weidemast umzustellen. Anfang 2000 liess der seit 35 Jahren verheiratete Vater von vier erwachsenen Kindern seinen Hof nach den Bio-Suisse- Richtlinien zertifizieren. Zwei Jahre später lieferte er – als einer von wenigen – das erste Fleisch an die Migros Ostschweiz, die inzwischen die grösste Verkäuferin von Bio- Weide-Beef ist. 230 Bauernhöfe sind Teil des Programms, eine streng regulierte Zahl, damit es keine Überproduktion gibt.

Qualität, die überzeugt

Bio-Weide-Beef steht für eine natürliche und tierfreundliche Weidehaltung. Nichtackerfähiges Grünland bis in die Bergzonen und auf Alpen kann so genutzt werden. Für diese Produktion braucht man weder Mais noch Kraftfutter. Die naturnahe Haltung ergibt ein hochwertiges und zartes Fleisch. Die Migros Ostschweiz ist ausserdem in ganz Europa die einzige Detailhändlerin, die regionales Rindfleisch aus Weidehaltung in Bioqualität und am Knochen gereift anbietet. Das überzeugt: Trotz des rückläufigen Fleischkonsums der vergangenen Jahre blieb die Nachfrage nach Bio- Weide-Beef stabil.

Qualität, die überzeugt

Bio-Weide-Beef steht für eine natürliche und tierfreundliche Weidehaltung. Nichtackerfähiges Grünland bis in die Bergzonen und auf Alpen kann so genutzt werden. Für diese Produktion braucht man weder Mais noch Kraftfutter. Die naturnahe Haltung ergibt ein hochwertiges und zartes Fleisch. Die Migros Ostschweiz ist ausserdem in ganz Europa die einzige Detailhändlerin, die regionales Rindfleisch aus Weidehaltung in Bioqualität und am Knochen gereift anbietet. Das überzeugt: Trotz des rückläufigen Fleischkonsums der vergangenen Jahre blieb die Nachfrage nach Bio- Weide-Beef stabil.

«Da draussen ist der Laufhof», sagt der Biobauer, während er ins Freie tritt.  «Momentan sind die meisten Tiere hier.» Doch bald wird er unterbrochen; eine Mutterkuh löst sich aus der Herde und drückt sich an ihm vorbei in den Futtergang des Stalls. Es kostet den 62-Jährigen einiges an Überzeugungsarbeit, die dunkelbraune Kuh zur Umkehr zu bewegen. Schliesslich macht sie kehrt und springt mit einem eleganten Satz wieder hinaus. «Sie ist eben eine ‹Gwundrige›», sagt Langenegger mit einem Schmunzeln.

Jeden Tag nach draussen

Fehlender Auslauf ist jedenfalls nicht der Grund für den versuchten «Ausbruch». Wie alle Bio-Weide-Rinder werden auch die Tiere von Otto Langenegger von Frühling bis Herbst auf der Weide gehalten; im Winter sind sie im tierfreundlichen Stall und können jederzeit nach draussen in den Laufhof. «An vielen Tagen sind sie rund um die Uhr auf der Weide», sagt der Landwirt.

Auf Weidemast umgestellt

Otto Langenegger ist fast von Beginn an Teil des Bio-Weide-Beef-Programms, das um die Jahrtausendwende von der Migros Ostschweiz mitbegründet wurde. Nach 17 Jahren Milchwirtschaft beschloss er, auf Weidemast umzustellen. Anfang 2000 liess der seit 35 Jahren verheiratete Vater von vier erwachsenen Kindern seinen Hof nach den Bio-Suisse- Richtlinien zertifizieren. Zwei Jahre später lieferte er – als einer von wenigen – das erste Fleisch an die Migros Ostschweiz, die inzwischen die grösste Verkäuferin von Bio- Weide-Beef ist. 230 Bauernhöfe sind Teil des Programms, eine streng regulierte Zahl, damit es keine Überproduktion gibt.

Qualität, die überzeugt

Bio-Weide-Beef steht für eine natürliche und tierfreundliche Weidehaltung. Nichtackerfähiges Grünland bis in die Bergzonen und auf Alpen kann so genutzt werden. Für diese Produktion braucht man weder Mais noch Kraftfutter. Die naturnahe Haltung ergibt ein hochwertiges und zartes Fleisch. Die Migros Ostschweiz ist ausserdem in ganz Europa die einzige Detailhändlerin, die regionales Rindfleisch aus Weidehaltung in Bioqualität und am Knochen gereift anbietet. Das überzeugt: Trotz des rückläufigen Fleischkonsums der vergangenen Jahre blieb die Nachfrage nach Bio- Weide-Beef stabil.

Immer im Bilde

Auch Otto Langeneggers Bestand ist seit jeher konstant; von Beginn umfasste er stets 50 bis 60 Tiere. Während er anfangs junge Kälber zukaufte, stieg er nach einigen Jahren auf Mutterkuhhaltung um. Nun kann er mit der Aufzucht eigener Tiere seinen Bedarf vollständig decken. 25 Kühe und 27 Kälber weiden auf seinem 23 Hektar grossen Hof. Einen Stier hat die Herde nicht. «Ich setzte ausschliesslich auf künstliche Besamung», sagt er. «Das ist zwar aufwendiger, doch so habe ich jederzeit den Überblick, welche Tiere trächtig sind.»

Arbeit, die sich lohnt

Für den ehemaligen Milchbauern hat sich der Wechsel gelohnt: «Der Arbeitsaufwand ist geringer; im Unterschied zu früher kann ich nun praktisch alle Arbeiten selbst erledigen. Und das  frühmorgendliche Melken vermisse ich nicht.» Klar, auch als Bio-Weide-Beef-Produzent hat man keinen 9-to-5-Job. Wenn eine Kuh mitten in der Nacht kalbt, heisst es aufstehen, hingehen, helfen. Doch das ist für ihn selbstverständlich: «Wenn man Tiere hält, muss man präsent sein. Denn es läuft halt nicht immer alles so, wie man es erwartet.» Auf Langeneggers Biohof hingegen scheint im Moment alles zu passen.

Wissenswertes

Über das Label:
Bio-Weide-Beef ist ein Gütesiegel der Migros für Schweizer Rindfleisch aus Weidehaltung. Mit der naturnahen und tierfreundlichen Haltung ist für das Wohl der Tiere gesorgt. Entsprechend hochwertig und zart ist das Fleisch.

Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Rasse: Remonten (Kreuzungen aus Mastrassen und Milchrassen)
  •  Mastdauer: 20–22 Monate
  • Haltung: von Frühling bis Herbst auf der Weide (mindestens acht Stunden täglich), im Winter im Stall mit Auslauf im Laufhof
  • Futter: Weidegras und Raufutter (Heu, Grassilage); Soja ist verboten
  • Bio: Alle Bio-Weide-Beef-Produzenten müssen gemäss Bio-Suisse-Richtlinien zertifiziert sein
  • Regionalität: Die Migros Ostschweiz führt Bio-Weide-Beef exklusiv im Programm «Aus der Region. Für die Region.»
  • Qualität: Das Fleisch ist marmoriert (enthält Fettgewebe) und ist deshalb besonders aromatisch,
    saftig und zart; auch als knochengereiftes «Dry Aged Beef» erhältlich
  • Verkauf: In allen 40 Filialen der Migros Ostschweiz mit bedienter Metzgerei

Text und Bilder: Lukas Aebersold

Aufs richtige Rind gesetzt

Der Hof von Bauer Otto Langenegger ist ein Bio-Weide-Beef-Betrieb der ersten Stunde.
Ein Besuch in Wuppenau TG zeigt: Vom Label profitieren alle – Tiere, Bauern und Konsumenten.

«Da draussen ist der Laufhof», sagt der Biobauer, während er ins Freie tritt.  «Momentan sind die meisten Tiere hier.» Doch bald wird er unterbrochen; eine Mutterkuh löst sich aus der Herde und drückt sich an ihm vorbei in den Futtergang des Stalls. Es kostet den 62-Jährigen einiges an Überzeugungsarbeit, die dunkelbraune Kuh zur Umkehr zu bewegen. Schliesslich macht sie kehrt und springt mit einem eleganten Satz wieder hinaus. «Sie ist eben eine ‹Gwundrige›», sagt Langenegger mit einem Schmunzeln.

Jeden Tag nach draussen

Fehlender Auslauf ist jedenfalls nicht der Grund für den versuchten «Ausbruch». Wie alle Bio-Weide-Rinder werden auch die Tiere von Otto Langenegger von Frühling bis Herbst auf der Weide gehalten; im Winter sind sie im tierfreundlichen Stall und können jederzeit nach draussen in den Laufhof. «An vielen Tagen sind sie rund um die Uhr auf der Weide», sagt der Landwirt.

Auf Weidemast umgestellt

Otto Langenegger ist fast von Beginn an Teil des Bio-Weide-Beef-Programms, das um die Jahrtausendwende von der Migros Ostschweiz mitbegründet wurde. Nach 17 Jahren Milchwirtschaft beschloss er, auf Weidemast umzustellen. Anfang 2000 liess der seit 35 Jahren verheiratete Vater von vier erwachsenen Kindern seinen Hof nach den Bio-Suisse- Richtlinien zertifizieren. Zwei Jahre später lieferte er – als einer von wenigen – das erste Fleisch an die Migros Ostschweiz, die inzwischen die grösste Verkäuferin von Bio- Weide-Beef ist. 230 Bauernhöfe sind Teil des Programms, eine streng regulierte Zahl, damit es keine Überproduktion gibt.

Qualität, die überzeugt

Bio-Weide-Beef steht für eine natürliche und tierfreundliche Weidehaltung. Nichtackerfähiges Grünland bis in die Bergzonen und auf Alpen kann so genutzt werden. Für diese Produktion braucht man weder Mais noch Kraftfutter. Die naturnahe Haltung ergibt ein hochwertiges und zartes Fleisch. Die Migros Ostschweiz ist ausserdem in ganz Europa die einzige Detailhändlerin, die regionales Rindfleisch aus Weidehaltung in Bioqualität und am Knochen gereift anbietet. Das überzeugt: Trotz des rückläufigen Fleischkonsums der vergangenen Jahre blieb die Nachfrage nach Bio- Weide-Beef stabil.

Immer im Bilde

Auch Otto Langeneggers Bestand ist seit jeher konstant; von Beginn umfasste er stets 50 bis 60 Tiere. Während er anfangs junge Kälber zukaufte, stieg er nach einigen Jahren auf Mutterkuhhaltung um. Nun kann er mit der Aufzucht eigener Tiere seinen Bedarf vollständig decken. 25 Kühe und 27 Kälber weiden auf seinem 23 Hektar grossen Hof. Einen Stier hat die Herde nicht. «Ich setzte ausschliesslich auf künstliche Besamung», sagt er. «Das ist zwar aufwendiger, doch so habe ich jederzeit den Überblick, welche Tiere trächtig sind.»

Arbeit, die sich lohnt

Für den ehemaligen Milchbauern hat sich der Wechsel gelohnt: «Der Arbeitsaufwand ist geringer; im Unterschied zu früher kann ich nun praktisch alle Arbeiten selbst erledigen. Und das  frühmorgendliche Melken vermisse ich nicht.» Klar, auch als Bio-Weide-Beef-Produzent hat man keinen 9-to-5-Job. Wenn eine Kuh mitten in der Nacht kalbt, heisst es aufstehen, hingehen, helfen. Doch das ist für ihn selbstverständlich: «Wenn man Tiere hält, muss man präsent sein. Denn es läuft halt nicht immer alles so, wie man es erwartet.» Auf Langeneggers Biohof hingegen scheint im Moment alles zu passen.

Wissenswertes

Über das Label:
Bio-Weide-Beef ist ein Gütesiegel der Migros für Schweizer Rindfleisch aus Weidehaltung. Mit der naturnahen und tierfreundlichen Haltung ist für das Wohl der Tiere gesorgt. Entsprechend hochwertig und zart ist das Fleisch.

Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Rasse: Remonten (Kreuzungen aus Mastrassen und Milchrassen)
  •  Mastdauer: 20–22 Monate
  • Haltung: von Frühling bis Herbst auf der Weide (mindestens acht Stunden täglich), im Winter im Stall mit Auslauf im Laufhof
  • Futter: Weidegras und Raufutter (Heu, Grassilage); Soja ist verboten
  • Bio: Alle Bio-Weide-Beef-Produzenten müssen gemäss Bio-Suisse-Richtlinien zertifiziert sein
  • Regionalität: Die Migros Ostschweiz führt Bio-Weide-Beef exklusiv im Programm «Aus der Region. Für die Region.»
  • Qualität: Das Fleisch ist marmoriert (enthält Fettgewebe) und ist deshalb besonders aromatisch,
    saftig und zart; auch als knochengereiftes «Dry Aged Beef» erhältlich
  • Verkauf: In allen 40 Filialen der Migros Ostschweiz mit bedienter Metzgerei

Text und Bilder: Lukas Aebersold